Die Zuchtsaison 2026 beginnt früher als in den letzten Jahren
Leider musste unsere Vereinsschau 2025 aufgrund der Geflügelgrippe abgesagt werden und es wurde von der Kreisveterinärbehörde eine allgemeine Aufstallpflicht angeordnet. Positiv ist zu vermelden, dass Kleintierbestände von unter 50 Tieren von der Aufstallpflicht befreit wurden. Viele unserer Mitglieder haben sich aus Liebe zu ihren Tieren entschlossen, sie nur unter Aufsicht ins Freie zu lassen.
Um im Zuchtjahr 2026 wieder eine Präsentation unserer Tiere bei den Geflügelausstellungen zu ermöglichen, haben wir uns entschlossen unsere Rasse- und Ziergeflügelschau bereits am 17. und 18. Oktober 2026 durchzuführen. Wir hoffen darauf, dass wir dann zeitlich vor einer möglichen Gefährdung durch die Geflügelgrippe verschont bleiben.
Um die Ausstellungstiere zu diesem Zeitpunkt in voller Blüte präsentieren zu können, müssen diese dann auch entsprechend früher aus dem Ei schlüpfen. Bei den großen Hühnern ist die Brutsaison bereits gestartet. Die Zuchtstämme laufen zusammen und die Bruteier müssen täglich mehrmals gesammelt werden, damit sie keine Kälteschäden erleiden.
Ich habe bereits von meinen großen Vorwerkhühnern und Andalusier Hühnern Bruteier in der Brutmaschine. Die Befruchtung war überraschend gut, sie lag bei 90% und nun warte ich gespannt auf das Schlupfergebnis.
Der Zuchtstamm große Andalusier ist sehr winterhart und legt auch bei tiefen Temperaturen beständig weiter. Es muss allerdings morgens früh Licht im Stall eingeschaltet werden und es sollte ein eiweißreiches Futter gereicht werden.
Zuchtstamm große Vorwerkhühner. Die Vorwerkhühner grasen sofort bei Ausgang ins Freie und nehmen damit wichtige Vitamine auf. Auch meine Vorwerkhühner haben mit Lichtquelle und entsprechendes Futter gut gelegt.
Nach 19 Tagen werden die Bruteier aus dem Vorbrüter in den Schlupfraum gelegt. Sie dürfen jetzt nicht mehr gewendet werden und die Luftfeuchtigkeit muss deutlich erhöht werden, damit die Eischale „weich“ wird.
Text und Bilder: Karl-Heinz Weselmann, Zuchtwart im NGZV Klecken.


